Karnevalslieder

Jupp Schmitz

Jupp Schmitz Jupp Schmitz war ein deutscher Unterhaltungskünstler, Schlager- und Krätzchensänger. Zu seinen bekanntesten Liedern gehört "Am Aschermittwoch ist alles vorbei". Dieser Titel ziert seinen Grabstein auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

Ein weiterer Evergreen ist der auch heute noch oft gesungene Hit " Wer soll das bezahlen und Es ist noch Suppe da...".

Wegen seines markanten Oberlippenbartes wurde Jupp Schmitz von den Kölnern liebevoll „Schnäuzer“ genannt. Heute erinnert das Jupp-Schmitz-Denkmal auf dem Jupp-Schmitz-Plätzchen an der Marspfortengasse in der Kölner Altstadt an diesen großen Künstler.

Jupp Schmitz gehört zur ersten Garnitur der Veteranen des Milieu-Gesanges, zu den bekanntesten Krätzchens-Sängern der Nachkriegszeit. Mit seinem Hit „Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt“ traf der die Gemütsverfassung der Kölner, die kurz nach der Währungsreform nahezu vor dem Nichts standen und sich dennoch dem Wiederaufbau widmeten und trotz aller Widrigkeiten wieder Karneval zu feiern wussten.

Viele eingängige Karnevalsschlager, die auch heute noch zum Repertoire der fünften Jahreszeit gehören, stammen aus seiner Feder und wurden von dem Mann mit dem markanten Schäuzer vorgetragen, dabei begleitete er sich selbst am Klavier. „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel“, „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, oder „Es ist noch Suppe da“ stammen ebenso aus seiner Feder wie „Im Winter, dann schneit es“ und wurden und werden nicht nur in Köln gesungen, da sie überwiegend auf Hochdeutsch verfasst sind und somit überall im deutschsprachigen Raum verstanden werden.

Seine Bekannt- und Beliebtheit schützte ihn jedoch nicht vor seinem persönlichen Waterloo.

Auf der Prinzenproklamation 1962 trug er, der ansonsten immer im dunklen Anzug mit Fliege erschien, im alpenländischen Outfit das Lied „Der Hirtenknabe von Sankt Kathrein“ vor. Weder sein veränderter Aufzug noch der Inhalt des Liedes kam bei den Kölnern an. Gnadenlos wurde er jeletsch (ausgebuht). Trotzig und voller Groll verließ er die Bühne, seine Kölner hatten ihn seiner Meinung nach völlig unangemessen behandelt.

Aber wie das so ist in Köln: Schänge un laache (schimpfen und lachen) liegen nah beieinander. Kurz darauf war Schmitz mit seinen Kölnern wieder versöhnt, zumal er das Lied, das so krachend durchgefallen war, in einer veränderten Form als Parodie zum Besten gab und das Publikum ihn begeistert feierte.

 

Weiterführende Informationen: Jupp Schmitz auf www.kölner-karneval.de