Karnevalslieder

Marie Luise Nikuta

Marie Luise Nikuta Marie-Luise Nikuta ist seit Jahren im Karneval aktiv. Als Königin des Mottoliedes hat sie unzählige Lieder zu den jeweiligen Mottos des Kölner Karnevals gesungen und ist auch deshalb aus dem Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken. Sie ist eine Institution wie es sonst nur Willy Millowitsch war oder Tünnes und Schäl.

Marie-Luise Nikuta gehört nicht nur zu den Top-Künstlern des Karnevals, sondern ist auch die Frau, die sich schon in den 1960/70er Jahren in der von Männern dominierten Szene der Karnevalsgrößen durchzusetzen verstand. Und dies mit bis heute anhaltendem Erfolg.

Marie-Luise Nikuta steht seit ihrem 13. Lebensjahr auf den Kölner Karnevalsbühnen. Nach einer Ausbildung zur Versicherungskauffrau und der Geburt einer Tochter widmete sie sich ab 1968 ihrer musikalischen Karriere.

Wer kennt nicht die quirlige Frau, die seit nunmehr 40 Jahren als kölscher Köbes über die Bühnen wirbelt? Wer kennt nicht die Mottokönigin des Kölschen Fasteleers? Wer kennt sie nicht, die Trägerin der Willy-Ostermann-Medaille: Marie-Luise Nikuta.

Ihr ist es gelungen, was bislang weder einem Sänger noch einer Gruppe möglich war: Sie hat in den Jahren ihrer Bühnenkarriere dem Kölner Karneval mehr als 30 Mottolieder geschenkt.

Sie war so spritzig und schnell, dass sie schon an dem Tag, an dem das Kölner Festkomitee das Motto des nächsten Karnevals - ein bis dahin streng gehütetes Geheimnis - verkündete, dieses Motto in Text und Melodie umsetzte und als neues Mottolied präsentierte. Niemand war so schnell und kreativ wie sie. Deshalb auch der Ehrentitel „Mottoqueen“.

Ihr liegt einfach Musik im Blut, gepaart mit einem offenen Ohr und offenen Augen für ihre Umgebung. Denn ihre Lieder, die sie selbst komponiert und textet, fußen häufig auf kleinen Erlebnissen oder Anekdötchen, die sie gekonnt so in Musik umsetzt, dass sich ihre Zuhörer mit dem Inhalt identifizieren können.

Lieder wie „Kölsch, Kölsch, Kölsch“ oder „E paar Grosche für Ihs“ sowie der „Stroßebahnsong“ wurden zu rechten Ohrwürmern, Bei soviel Engagement blieb es nicht aus, dass die Zahl der Ehrungen, die ihr zuteil wurden, Legende sind. Selbst bei der Steuben-Parade in New York und in Namibia durfte sie Botschafterin des Kölner Karnevals sein.

 

Im Dezember 2013 erlitt Marie-Luise Nikuta eine Hirnblutung, die sie dank schneller medizinischer Hilfe, recht gut überstand. Dennoch musste sie die Session 2013/2014 wohl vor dem Fernseher mitverfolgen

 

Am 11.11.2014 ging dann im Hörfunk eine Ära zu Ende: Marie Luise Nikuta beendete mit ihrem letzten Mottolied "Social jeck - kunterbunt vernetzt" ihre sehr erfolgreiche Karriere. Ihren letzten Auftritt hatte sie in Kerpen im Januar 2015 vor dem Publikum einer Seniorensitzung: Sie wurde mit standing ovations begrüßt.