Karnevalslieder

Wicky Junggeburth

Wicky Junggeburth Obwohl er schon immer gerne Karneval feierte, trat der Rösrather erst 1990 in eine Karnevalsgesellschaft ein - in die Nippeser Bürgerwehr, in der Junggeburth bis heute Mitglied ist. Als er 1991 dem Präsidenten der Nippeser Bürgerwehr sagte, dass er gerne den Prinzen machen würde, falls die Gesellschaft einmal die Möglichkeit dazu hätte, ein Dreigestirn zu stellen, machte man ihm kaum Hoffungen. Aber nur ein Jahr später wurde dann tatsächlich bei der Bürgerwehr angefragt, ob sie nicht zu ihrem 90jährigen Jubiläum 1993 ein Dreigestirn stellen wollten. Der Präsident erinnerte sich an Wicky, er wurde Prinz im Kölner Karneval. Aufgrund seiner Gesangseinlage ("Eimol Prinz zo sin en Kölle am Rhing"), was einmalig war für einen Prinzen, setzte er sich selbst ein Denkmal. Seitdem ist er aus dem Karneval nicht wegzudenken und tritt jetzt schon seit Jahren erfolgreich auf. Zudem moderiert er den Kölner Rosenmontagszug und wird dabei für seine sachkundigen und klugen Erläuterungen geschätzt. Eins steht fest: Wicky Junggeburth ist ein großer Karnevalist und Künstler.

Geboren im Serverins-Klösterchen und in den ersten Jahren aufgewachsen – wie er selbst sagt - am Zugweg, also im Urkölner Milieu, musste aus Wicky Junggeburth ein ganz Großer des Kölner Karnevals werden. Als Prinz Karneval 1993 zog er, bejubelt und verehrt, als der singende Prinz durch alle Sääle, getreu dem Karnevalsmotto „Sinfonie in Moll“. Mit Dieter Steudter von den 3 Colonias komponierte und textete Junggeburth den Evergreen "Eimol Prinz zo sin en Kölle am Rhing", eine Hymne, welche er dann als Prinz selbst präsentierte. In ihr kommt die Sehnsucht eines jeden Kölners zum Ausdruck, einmal das unvergessliche Erlebnis zu haben, Prinz in der Domstadt zu sein. Als Prinz Karneval mit besonderer Ausstrahlung ist Wicky Junggeburth eine Institution geblieben.

Seine besondere Liebe gilt der kölschen Sprache, dem kölschen Liedgut und der kölschen Lebensart. Nicht umsonst ist er derjenige, der in einem umfänglichen Tonarchiv das Andenken an den Kölschen Fasteleer der Jahre 1946 bis 1960 bewahrt, und sich insbesondere dem Erbe Karl Berbuers verpflichtet fühlt.

Ihm ist es ein Anliegen, dass die kölsche Sproch nicht aus dem Karneval verschwindet. Deshalb hat er auch 2011 das Lied „Mer schwade wigger Kölsch“ (Wir reden weiter Kölsch) kreiert. Seine Lieder „Jecke Saache metzemache, dat es Karneval“ oder „Loß se schwade, wat se welle“ und viele weitere sind Beschreibungen des Kölschen Wesens in bester Tradition von Willi Ostermann. Wer einen kölschen Sänger met Hätz un Seel erleben möchte, der muss Wicky Junggeburth zuhören.

Dabei ist Wicky Junggeburth nicht nur Sänger. Als profunder Kenner der Kölner Szene ist er derjenige, der dem Fernsehpublikum kenntnisreich den Rosenmontagszug erläutert und zu jeder Gruppe Hintergrundwissen vermittelt. Ebenso ist er gefragter Moderator bei karnevalistischen Sendungen insbesondere des WDR. Auch dort führt er gekonnt durch die Veranstaltungen und präsentiert seine kölschen Tön.

Wicky Junggeburth - ein Bilderbuch-Kölner.

Interessante Links


Wicky Junggeburth auf Karnevals-Plattform.de
Interessantes, wenn auch schon etwas ältere Interview mit Wicky Junggeburth.